Schul- und Leistungssportzentrum Berlin
Die Schülerinnen und Schüler des Schul- und Leistungszentrums Berlin sind hochqualifizierte Leistungssportler, die täglich umfangreich trainieren und gleichzeitig ein normales Unterrichtspensum bewältigen. Sie bereiten sich lang- und auch kurzfristig auf die Teilnahme an nationalen und auch internationalen Wettkämpfen vor (Europa- und Weltmeisterschaften, Olympische Spiele etc.). Unsere Sportler sind Kinder und Jugendliche, die in der Zeit ihres enormen leistungssportlichen Engagements durch eine gute Schulbildung die Chancen für ein erfolgreiches Studium und eine optimale Berufsausbildung wahren müssen. Dies kann dauerhaft nur gelingen, wenn Unterricht und Training in einem Verbundsystem (Schul- und Leistungssportzentrum) integriert sind.
Das Schul- und Leistungssportzentrum setzt in modifizierter Form die Tradition der Kinder- und Jugendsportschulen der ehemaligen DDR fort. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) verleiht Schulen, die in besonderer Weise den Belangen der Leistungssportler gerecht werden, die Bezeichnung „Eliteschule des Sports“. Das Schul- und Leistungszentrum Berlin ist die größte und erfolgreichste Eliteschule des Sports in Deutschland. Zahlreiche prominente Sportlerinnen und Sportler sind aus ihr hervorgegangen: Franziska van Almsick, Claudias Pechstein, Stefan Kretzschmar ... Auch bei den jüngst stattgefundenen Olympischen Spielen in Peking waren unsere Schülerinnen und Schüler erfolgreich: die Schwimmerin Britta Steffen gewann zwei Goldmedaillen, der Wasserspringer Patrick Hausding die Silbermedaille.
Der Leistungssport führt nicht nur zu nationalen und internationalen Erfolgen. Er hat darüber hinaus hervorragende pädagogische Qualitäten, die wir nutzen.
Sportler lernen früh langfristig große Ziele anzustreben, planvoll vorzugehen und Zeit sinnvoll einzuteilen. Sie erfahren, dass es erforderlich ist sich in ein übergeordnetes Regelwerk und eine Personengruppe (Mannschaft) einzuordnen. Sie erleben, dass Sieg und Niederlage dicht beieinander liegen, dass Selbstbewusstsein und Demut gleichermaßen erforderlich sind.
In sechzehn verschiedenen Sportarten wird trainiert. Die Trainingsstätten liegen in unmittelbare Nähe der Schule. Internate beherbergen die auswärtigen Sportler. Die Wege sind also kurz. Training, Unterricht und Wohnen bilden somit auch räumlich eine Einheit.
Im Haus der Athleten, in dem die diesjährige SommerAkademie untergebracht ist, wohnen Sportlerinnen und Sportler, die noch zur Schule gehen und solche, die bereits die Schule verlassen haben und das Training mit einer Berufsausbildung oder einem Studium verbinden. Etliche sind prominent und gehören zu den in ihrer Sportart jeweils Besten in Deutschland. Trotz der Gemeinsamkeit des Sports stellen sie eine große Vielfalt dar: Sie kommen aus unterschiedlichen Regionen Deutschlands oder des Auslandes, sie gehören zu Einzel-, Mannschafts-, Winter- und Sommersportarten, sind noch Kinder oder schon junge Erwachsene. Sie haben je nach Sportart eine unterschiedliche, manchmal sogar gegensätzliche Prägung: Eiskunstläufer, Handballer, Boxer, Turner ... Sie sind alle verschieden und doch einig in ihrer Begeisterung für den Sport.
Ich wünsche allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der SommerAkademie 2009 schöne und aufschlussreiche Tage im Schul- und Leistungssportzentrum Berlin.
Dr. Gerd Neumes
Schulleiter
Veranstaltungsort: Schul- und Leistungssportzentrum Berlin
Veranstaltungsort:
Werner-Seelenbinder-Schule
Schul- und Leistungsportzentrum
Fritz-Lesch-Str. 35
13053 Berlin
(Alt-Hohenschönhausen)

